
FC Thun unterliegt dem FC Zürich mit 2:4
Der FC Thun muss sich auswärts dem FC Zürich mit 2:4 geschlagen geben. Trotz eines engagierten Auftritts und einer frühen Führung gelingt es den Thunern nicht, etwas Zählbares mitzunehmen. Die Zürcher zeigen sich vor dem Tor effizient und nutzen die defensiven Unachtsamkeiten der Gäste konsequent aus.
Die Thuner starten engagiert in die Partie und kommen bereits in der 7. Minute zu einer ersten guten Möglichkeit. Ilic schlägt aus spitzem Winkel einen Haken und zieht ab. FCZ-Torhüter Huber kann den Ball jedoch um den Pfosten lenken. Zehn Minuten später belohnen sich die Gäste: Nach einem Eckball landet das Leder bei Simon Lengen, der nicht lange fackelt und den Ball zur 1:0-Führung ins Netz drischt. Nur zwei Minuten nach dem Führungstreffer kommt der FCZ zu seiner ersten Chance, der Abschluss aus rund zehn Metern landet allerdings im Aussennetz. In der Folge spielt sich das Geschehen hauptsächlich im Mittelfeld ab. Thun versucht immer wieder, seine Stürmer mit Pässen hinter die Zürcher Abwehrkette in Szene zu setzen, kommt jedoch kaum zu klaren Torchancen. In der 30. Minute gelingt dem FCZ der Ausgleich. Spadanuda zieht an der Strafraumgrenze ab und trifft mit einem satten Schuss in die linke untere Ecke zum 1:1. Nur sieben Minuten später drehen die Zürcher die Partie. Die Thuner agieren für einen Moment zu passiv, was Krasniqi konsequent ausnutzt. Aus rund 20 Metern trifft er ebenfalls unten links zur 2:1-Führung für den FCZ. Mit diesem Spielstand geht es in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel suchen die Thuner den Weg zurück ins Spiel. In der 63. Minute kommt Reichmuth nach einem Eckball an der Strafraumgrenze zum Abschluss, sein wuchtiger Schuss fliegt jedoch über das Tor. Praktisch im Gegenzug folgt der nächste Rückschlag für Thun: Mit ihrer ersten Torchance nach der Pause erhöhen die Zürcher auf 3:1. Doron Lichtenstein setzt sich auf der rechten Seite durch und hämmert den Ball unter die Latte. Nur eine Minute später kommt es für die Thuner noch bitterer. Nach einem groben Foulspiel im Mittelfeld sieht Bamert nach Intervention des VAR die Rote Karte. In der 77. Minute entwischt Lichtenstein im Rücken der Thuner Abwehr, wird angespielt und bringt den Ball zur Mitte. Dort steht Kény bereit und lenkt das Zuspiel zum 4:1 ins Tor. Trotz des deutlichen Rückstands und der numerischen Unterlegenheit geben sich die Thuner nicht auf. In der 90. Minute setzt sich Fabio Fehr auf der rechten Seite stark gegen seinen Gegenspieler durch und spielt den Ball in die Mitte. Dort vollendet Derbaci zum 4:2-Endstand.
Am Ende steht für den FC Thun eine bittere Auswärtsniederlage zu Buche. Die Thuner zeigen zwar viel Engagement, machen es den Zürchern bei den Gegentoren aber zu einfach. Bereits am kommenden Donnerstag steht für die Thuner mit dem Auftakt in die UEFA Conference League Liga-Phase die nächste Aufgabe an. Gegen den FC Twente Enschede bietet sich den Thunern die Gelegenheit, eine Reaktion auf die Niederlage in Zürich zu zeigen.
HOPP THUN!
FC Zürich – FC Thun 4:2 (2:1)
Tore: 17' Lengen 0:1, 30' Spadanuda 1:1, 37' Krasniqi 2:1, 64' Lichtenstein 3:1, 77' Kény 4:1, 90' Derbaci 4:2
Stadion: Stadion Letzigrund
Schiedsrichter: Hajrim Qovanaj
Zuschauer: 11'515
Aufstellung FC Thun: Steffen (T); Strannegård, Bamert (C), Bürgy, Fehr; Zoukit (82' Passavant), Roth; Ilic (57' Reichmuth), Maier (72' Derbaci); Dursun (72' Braschi), Lengen (57' Christoffersson)
Ersatzspieler FC Thun: Spycher (T); Mambwa, Balaruban, Braschi, Derbaci, Christoffersson, Dähler, Passavant, Reichmuth
FC Thun ohne: Montolio, Saiz, Seiler, Gutbub (verletzt); Bürki (gesperrt); Wälti, Stucki (T), Käit, Kristal, Labeau (nicht im Aufgebot)
Aufstellung FC Zürich: Huber (T); Volken, Schödler (87' Segura), Kamberi (C), Lichtenstein; Berisha; Emmanuel, Krasniqi (85' Stiel), Reichmuth (78' Di Giusto), Spadanuda (85' Bangoura); Kény (85' Ramic)
Ersatzspieler FC Zürich: Lindner (T), Segura, Fiorini, Comenencia, Di Giusto, Bangoura, Hack, Stiel, Ramic
Karten FC Thun: 40' Ilic, 56' Lengen (gelb) 66' Bamert (rot)
Karten FC Zürich:
Fotocredit: Lorenzo Cavargna / Levin Anneler




