Ticketshop
Fanshop
Kontakt

Geschäftsstelle

Medien & Akkreditierung

Timo Kuhn / Patricia Greber
medien@fcthun.ch
078 441 17 66

Sponsoring

Leandro Tillmann / Daniel Keller
sponsoring@fcthun.ch
033 225 18 31

Ticketing

zurück zur Übersicht
10. Juni 2026

Präsi ganz nah – Andres Gerber teilt seine Gedanken 

«Zum Glück sind wir vor sechs Jahren abgestiegen!»

Die einen schwelgen noch immer in den Erinnerungen an den geschichtsträchtigen Umzug durch die Stadt. Andere sehen vor ihrem inneren Auge noch Marco Bürki, wie er den Meisterpokal in die Höhe stemmt. Wieder andere können kaum fassen, was diese Mannschaft während eines ganzen Jahres mit beeindruckender Konstanz und grenzenloser Leidenschaft geleistet hat.

Alle sagten – ich eingeschlossen: «Das ist surreal. Der FC Thun ist Schweizer Meister. Das müssen wir erst einmal realisieren.»

Mit etwas Abstand und ein wenig Ruhe kann ich heute sagen: Es ist immer noch surreal. Und wahrscheinlich wird es das auch immer bleiben. Warum sollte sich daran etwas ändern?

Geblieben sind die Gefühle. Der Stolz. Die Freude. Die unzähligen schönen Erinnerungen. Und die Gewissheit, dass wir nun mindestens drei Qualifikationsrunden auf europäischer Bühne bestreiten dürfen – vielleicht sogar eine Gruppenphase erleben werden. Dass der Meisterpokal (mindestens) ein Jahr in Thun steht. Dass die Medaille irgendwo sicher verstaut ist. Und dass der FC Thun (mindestens) ein Jahr der amtierende Schweizer Meister ist.

Wissen Sie, warum dieses Märchen vom Aufsteiger zum Meister überhaupt möglich wurde? Weil wir vor sechs Jahren abgestiegen sind.

Damals mussten wir nach der Barrage gegen Vaduz den Gang in die Challenge League antreten. Vor fünf Jahren scheiterten wir gegen Sion, vor zwei Jahren auf äusserst bittere und unglückliche Weise gegen GC. Zum Glück.

Denn genau diese Jahre haben uns den nötigen Anlauf gegeben. Der Club konnte sich stabilisieren und gesunden. Die Mannschaft konnte wachsen und reifen. Schritt für Schritt. So weit, dass vor zwölf Monaten der Aufstieg gelang. Und so weit, dass wir heute – zumindest für diesen Moment – die beste Fussballmannschaft der Schweiz sind. Ja, wir sind Schweizer Meister. Es brauchte also den Abstieg. Doch noch wichtiger war, dass wir immer wieder aufgestanden sind.

Es brauchte die Niederlage gegen Sion, damit wir unseren Weg noch konsequenter weitergehen konnten. Es brauchte die Enttäuschung gegen GC, um noch besser zu werden. Nicht jammern. Nicht hadern. Aufstehen. Weitermachen. Immer wieder.

Ohne diese verrückte Geschichte wäre der FC Thun niemals Schweizer Meister geworden. Es gab Existenzängste, Zweifel, Kritik an Trainern, Transfers und Aufstellungen. Kämpfe auf und neben dem Platz. Niederlagen, Rückschläge, Abgänge, Ärger und Frust. Doch eines haben wir nie verloren: den Glauben an unseren Weg.

Und was nehmen wir aus all dem mit?

Ob Sieg oder Niederlage. Ob Abstieg oder Schweizer Meistertitel. Ob Challenge League oder Champions League.

Das ist Fussball.

Das ist das Leben.

Und das ist unser FC Thun.

Jetzt schreiben wir die nächsten Kapitel dieser Geschichte. Freuen wir uns darauf.

Und weiter geht's.